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Was bleibt von Horkheimers und Adornos „Dialektik der Aufklärung“ heute?

Mittwoch, 20 März, 2019 - 19:30

Philosophische Soiree mit Eckhart Arnold

In der Dialektik der Aufklärung (1947) wollen Adorno und Horkheimer ergründen, „warum die Menschheit statt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt.“

Ihre Hauptthese, dies sei die Folge eines undialektischen Aufklärungsprozesses, wird im Vortrag analysiert und als falsch erwiesen.

Dennoch regt das Werk zum Nachdenken an, ob nicht auch die Aufklärung einen Pferdefuß hat, etwa die relativ geringe Resistenz prominenter Vertreter der Aufklärung gegenüber rassistischen Denkmustern. Wäre diese als zeitunabhängige Folge intellektueller Prinzipien der Aufklärung zu sehen, etwa des Fortschrittsdenkens, hätten die Autoren einen wunden Punkt getroffen.

Eckhart Arnold ist Philosoph und arbeitet im Bereich Digital Humanities. Er hat sich wissenschaftlich mit Computersimulationen zur Evolution von Kooperation und Altruismus beschäftigt und widmet sich der politischen Philosophie. Zurzeit entwickelt er Methoden und Softwarewerkzeuge, um die Computer- und Internettechnologie für die Geisteswissenschaften fruchtbar zu machen.

HVD Bayern in Kooperation mit der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg (GKP)

Ort: Kulturwerkstatt auf AEG, Raum 2.25 "Freiraum"