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Humanistische Feiertage

Zuletzt aktualisiert von bfg Fürth am 11. Dezember 2020 - 20:18

Die freigeistig-säkulare Weltanschauung des bfg ist bestimmt durch eine humanistische Ethik, die das Selbstbestimmungsrecht des Menschen als höchstes Gut ansieht, sowie eine wissenschaftliche Betrachtung der Geschehnisse im Universum, ohne Rückgriff auf "übernatürliche Erklärungen". Damit verbunden sind auch eine eigene säkular-humanistische Kultur und ein eigenes Verständnis davon, was Anlass zum Feiern gibt.

Der Bund für Geistesfreiheit ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts den Kirchen rechtlich in jeder Weise gleichgestellt und kann daher eigene Feiertage beschließen. Mitglieder des bfg und deren Kinder können an diesen Tagen Befreiung von Schule und Arbeit in Anspruch nehmen, wie es in anderen Weltanschauungs- und Glaubensgemeinschaften auch üblich ist. Dafür genügt ein formloser Antrag bei Arbeitgeber oder Schule.

Der bfg Bayern hat drei Tage als alternative humanistische Feiertage bestimmt:

  • Evolutionstag
    am sechsten Freitag nach dem Sonntag, der dem ersten Frühlingsvollmond folgt.
    Die nächsten Termine sind: 14. Mai 2021, 27. Mai 2022

    Mit der Evolution feiern wir exemplarisch die Wissenschaft, die nicht nur den Lebensstandard aller Menschen fördert, sondern uns auch Aufschluss über die großen Fragen nach dem Platz des Menschen im Kosmos gibt. Dank Darwin wissen wir, dass der Mensch nicht die "Krone der Schöpfung" ist, sondern nur ein Tier unter vielen - einem atemberaubenden Überfluss an Lebensformen, die sich in stetigem Wandel aus gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben.

  • Welthumanistentag
    am 21. Juni.

    Die Sommersonnenwende, die schon seit Jahrhunderten als Fest begangen wird, nehmen wir zum Anlass, um den Menschen selbst ins Zentrum der Feierlichkeiten zu stellen. Wir leben in einem gleichgültigen Universum, aber wir Menschen sind uns nicht gleichgültig! Am "längsten Tag des Jahres" gedenken wir humanistischer Prinzipien wie Individualität, Solidarität, Vernunft und Rationalität, sowie der Gewissheit, dass wir als Menschheit eine Schicksalsgemeinschaft darstellen.

  • Tag der Menschenrechte
    am 10. Dezember.

    Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 legte einen zentralen Grundstein für eine bessere Welt, in der alle Menschen sich frei entfalten können. Am Tag der Menschenrechte feiern wir die Fortschritte, die auf dem Weg zu diesem Ideal bereits gemacht wurden, und prangern Missstände dort an, wo weiterhin die fundamentalen Rechte von Menschen missachtet werden. Die Menschheit kann nur nach den Gesetzen leben, die sich selber gibt - für das Ziel einer humaneren Welt sind die Menschenrechte eine zentrale Grundlage.